Die Republik Dubrovnik

Textkasten
aus OWEP 3/2013  •  von Ludwig Steindorff

Die Stadt Dubrovnik (slawischer Name; romanischer Name: Ragusa) ist berühmt für ihr geschlossen erhaltenes mittelalterlich-frühneuzeitliches Stadtbild mit gewaltigen Mauern, einer barocken Kathedrale und weiteren repräsentativen Bauten, auch einer Rolandstatue aus dem 15. Jahrhundert. Die Stadt entwickelte sich seit dem Frühmittelalter dank ihrer Schutzlage am Seeweg entlang der Adriaostküste. Ihr wirtschaftlicher Aufschwung begann mit der Erschließung des Bergbaus in Serbien und Bosnien seit dem 13. Jahrhundert. Als freie Stadtrepublik mit einer stabilen Ratsverfassung war Dubrovnik in der frühen Neuzeit Mittlerin zwischen dem Osmanischen Reich und den westlichen Ländern. Seit dem 16. Jahrhundert bestand hier eine jüdische Gemeinde.

Das Erdbeben 1667 verlangte große Wiederaufbauleistungen. Napoleon hob 1808 die Unabhängigkeit auf, 1815 gelangte die Stadt an Österreich. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich Dubrovnik zum Touristikzentrum. Die Schäden durch die serbisch-montenegrinische Belagerung 1991 sind längst beseitigt.