Alexander der Große

Textkasten
aus OWEP 1/2015  •  von Johannes Schmid

Für die Makedonier ist „Alexander der Große“ mehr als nur ein ehemaliger König. Er war es, der das kleine Land Makedonien erst weltberühmt gemacht hat. Hierfür wird Alexander III. von den Makedoniern verehrt. Es bedarf nur eines Besuchs der Hauptstadt Skopje, um die Bedeutsamkeit dieser Person für die Makedonier zu spüren.1 Zum Beispiel ist der Flughafen von Skopje nach ihm benannt und im Zentrum der Stadt steht eine prunkvolle, goldene Statue, über dessen Schönheit und Notwendigkeit man sicher streiten kann. Dennoch oder gerade deswegen zeigt sie die Bedeutung Alexanders für die Bewohner. Auch beim aktuellen Streit um den Ländernamen Makedonien mit Griechenland spielt der König eine große Rolle. Griechenland besteht darauf, dass Alexander der Große ein griechischer Vorfahre ist, wohingegen die makedonische Bevölkerung der Meinung ist, Alexander war Makedonier. Es wird also deutlich, welchen großen Einfluss er – auch politisch – noch immer auf die Makedonier hat und haben wird.

Diese Ansicht von Skopje zeigt die mittelalterliche Brücke über den Vardar, daneben das Denkmal für Kyrill und Method und im Hintergrund das Reiterdenkmal für Alexander den Großen (Foto: Tim Graewert).


Fußnote:


  1. Vgl. die untenstehende Abbildung und die Hinweise am Ende des Beitrags von Nada Boškovska (S. 13 der gedruckten Ausgabe).