Ökotourismus in Makedonien

Textkasten
aus OWEP 1/2015  •  von Vlatko Stojanov

Wandern wird in Makedonien gerne als Volkssport Nr. 1 bezeichnet. Und doch sind es meist (einige wenige) internationale Touristen, die die vielen entlegenen und dünnbesiedelten Ecken des Landes entdecken. So kann man auf den Gipfeln des Nationalparks Galičica im Südwesten Makedoniens mit etwas Wetterglück einen fantastischen Blick gleichzeitig auf den Ohrid- und Prespasee erhaschen – doch leider gibt es hier aufgrund der geologisch bedingten Wasserknappheit kaum Siedlungen und daher fehlen Unterkunftsmöglichkeiten für den heutigen Besucher. Eher ist es der Nationalpark Pelister, östlich vom Prespasee gelegen, der viele Möglichkeiten zu naturnahen Urlauben bietet.

Ganz gleich, ob der Ursprung des Namens Pelister von „pet lisija“ stammt, den „fünf Blättern/Nadeln“, die die Besonderheit der makedonischen Kiefer (Pinus peuce) darstellen, oder vom griechischen Wort für Taube: Weniges ist vergleichbar mit dem Genuss eines traditionellen Abendessens bei einer Familie im Dorf oder der Spannung beim Anblick von frischen Bärenspuren vor den eigenen Fußabdrücken auf dem Wanderweg z. B. in der Nähe von Brajčino.