Die Glienicker Brücke als „Gedächtnisort“ in der historischen Erinnerung

aus OWEP 2/2012  •  von Beatrice de Graaf

Zusammenfassung

Mit der Glienicker Brücke, die die Havel überspannt und zugleich die Grenze zwischen Berlin und Potsdam markiert, ist vor allem die Erinnerung an eine „Nahtstelle“ des „Kalten Krieges“ verbunden. Seit 1990 kommt ihre historische Bedeutung als bautechnisches Monument inmitten der brandenburgischen Schlösser- und Seenlandschaft wieder mehr zur Geltung.

Prof. Dr. Beatrice de Graaf ist Professorin für Konflikt- und Sicherheitsgeschichte an der Universität Leiden. Sie arbeitet seit 2007 auch am Zentrum für Terrorismusforschung Den Haag.

Prof. Dr. Beatrice de Graaf hatte im Frühjahr dieses Jahres eine längere Fassung ihres Beitrags geliefert, die aus Platzgründen nicht veröffentlicht werden konnte. Sie ist nachstehend wiedergegeben. Der Originalbeitrag ist unter gleichem Titel erschienen in OST-WEST. Europäische Perspektiven 13 (2012), H. 2, S. 86-95 (der gedruckten Ausgabe). Dort findet sich auch eine Abbildung der Glienicker Brücke; weitere Abbildungen finden sich z. B. unter http://www.glienicker-bruecke.de/ (letzter Zugriff: 25.11.2013).

Einleitung

Die Glienicker Brücke hat sich im Gedächtnis der Berliner weniger eingraviert als viele andere Brücken Berlins. Zwar ist sie eines der wenigen gusseisernen Originalexemplare, die den Krieg überlebten, ohne total zerstört zu werden, aber sie lag und liegt zu weit außerhalb der Stadt, um zum Bestandteil des täglichen Verkehrs oder der mentalen Geographie der Berliner zu werden.

Jedoch erhielt die Brücke im kollektiven Gedächtnis des europäischen Westens sowie in den Vereinigten Staaten eine überproportionale Bedeutung: Sie wurde zum Ort, zum Schauplatz der berühmtesten Austauschaktionen von Spionen in der Geschichte, oder besser gesagt, in der verfilmten Geschichte. Obwohl die Glienicker Brücke nur dreimal einen Agententausch erleben durfte, stand sie seit der Premiere des Films „The Spy Who Came in from the Cold“ (1965, deutscher Titel: „Der Spion, der aus der Kälte kam“) als Symbol für die Nahtstelle zwischen Ost und West, für den sichtbaren Übergang zum eiskalten, düsteren Osten. So erinnern ganze West-Generationen sich an den Spionagekrieg, der der Kalte Krieg zu einem Großteil war.

Was für einen Stellenwert hat die Glienicker Brücke nun wirklich im kollektiven Gedächtnis? Dafür sollte man jenes Gedächtnis zuerst ausdifferenzieren: Es gibt ein Vorkriegsgedächtnis, ein ostdeutsches, ein westdeutsches, ein gesamtdeutsches sowie ein nicht-deutsches, westliches, um vom östlichen oder (sowjet-)russischen ganz zu schweigen. Diese unterschiedlichen Erinnerungen und Erinnerungskulturen aus der Geschichte auszuheben, führt zu weit. Es würde aber ein interessantes Unterfangen darstellen, da sich nach einigen Recherchen zeigte, dass es noch kaum wissenschaftliche Studien zur Glienicker Brücke im Kalten Krieg gibt. Es gibt ein paar Übersichtswerke sowie die Biographien der Spione, die auf dieser Brücke ausgetauscht worden sind und darüber berichteten. Jedoch hat sich kein Historiker bisher die Mühe gemacht, bei dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU) systematisch nach Akten zur Grenzsicherung oder zum Austausch von Spionen an der Glienicker Brücke nachzufragen. Nur Hans-Dieter Behrendt, ehemaliger Oberstleutnant bei den Grenztruppen der DDR und jahrelang an der Glienicker Brücke bei der Abfertigung der Passkontrollen beteiligt, hat eine interessante und detaillierte Studie zur Glienicker Brücke als Grenzübergangsstelle in der DDR verfasst. Allerdings handelt es sich dabei um eine Mischung aus persönlichen Erinnerungen, Zusammentragung von Fakten zur technischen Geschichte der Brücke und Wiedergabe der DDR-Grenztruppensicht auf die Ereignisse auf der und um die Brücke. Obwohl aufgeschlossen und mit großem Detailwissen geschrieben, gibt die Studie doch stark die Innenansicht eines ehemaligen Passkontrolleurs wieder.1

In vorliegendem Beitrag geht es daher erstmals nur darum nachzuzeichnen, inwieweit die Glienicker Brücke als Gedächtnissort, als „lieu de mémoire“ in der Geschichte gilt, wobei vorrangig der Stellenwert der Brücke in der Geographie des Kalten Krieges berücksichtigt wird.

Der „schönste Punkt der Welt“: die Schinkelsche Brücke in der Preußenzeit

Als Potsdam im Jahre 1660 Sitz der zweiten Residenz der Hohenzollern wurde, wurde das Dorf allmählich enger mit der Stadt Berlin verbunden. Kurfürst Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst (reg. 1640-1688), schlug Schneisen durch die Forsten um Potsdam, ließ Zufahrtswege bauen und veranlasste ebenfalls den Bau mehrerer Brücken, die das Jagdrevier des Fürsten somit besser zugänglich machten. Vermutlich wurde die Brücke nach dem Frieden von Oliva im Jahre 1660 gebaut, als der Kurfürst seine Souveränität im Herzogtum Preußen bestätigen und sich in den darauffolgenden Jahren in Ruhe der Jagd widmen konnte.

Die erste Brücke verband die Havelufer zwischen Berlin und Potsdam miteinander, sie war eine schlichte Holzüberquerung, etwa 300 Schritte lang. Den Namen erhielt die Brücke durch den Gutsbezirk Klein-Glienicke, der 1375 bereits als kleines Dorf urkundlich erwähnt wurde. Im 17. Jahrhundert war es vorläufig ein Privileg der Kurfürsten und Könige, den Holzweg über die Brücke zu beschreiten, um von Potsdam schneller zum Jagdschloss Glienicke zu gelangen. Ab dem Jahre 1753 wurde die Verbindungsbrücke zusätzlich von der „Post“ benutzt. Der Generalpostmeister, Graf von Gotter, brachte eine tägliche Postwagenverbindung, die Journalière, zustande. Seitdem wurde die Brücke von den Soldaten des preußischen Königs kontrolliert, um Überfälle auf Posttransporte zu verhindern und Kameraden vom Desertieren abzuhalten. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Brücke immer stärker befahren. Über sie führte ab 1794 die erste preußische Musterchaussee. Trotzdem werden die Einwohner Berlins wahrscheinlich wenig von der Brücke mitbekommen haben, da sie zu jener Zeit noch etwa 30 Kilometer von den damaligen Toren Berlins entfernt war, was in etwa einer Kutschenfahrt von sechs bis acht Stunden entsprach.2

Anfang der dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts erhielt der Architekt Karl Friedrich Schinkel den Auftrag, die Brücke durch eine breitere Steinbrücke zu ersetzen, die dem Verkehr zwischen den vielen Residenzen um Berlin gerecht wurde. Schinkel entwarf die neue Brücke, und gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné gestaltete er die weitläufige Parklandschaft so schön, dass Alexander von Humboldt ausgerufen haben soll: „Der Blick von der Glienicker Brücke wetteifert mit den schönsten Punkten der Welt.“3 Tatsächlich bot die 1834 von Kaiserin Alexandra von Russland, der Tochter König Friedrich Wilhelms III. von Preußen, eröffnete Brücke mit ihren elf Brückenbögen einen weiten Blick über die Havel und war durch mehrere „Sichtachsen“ mit dem Jungfernsee im Norden, der Glienicker Lake im Süden, der Sacrower Heilandskirche sowie den Schlössern in Potsdam, Babelsberg und Glienicke verbunden. Die Länge der Brücke betrug nun 178 Meter, die Breite (inklusive Fußweg) 9 Meter.

Im Zuge der industriellen Revolution fingen Berlin und seine Vorstädte an zu „boomen“. 1838 wurde die erste Eisenbahn zwischen Berlin und Potsdam in Betrieb genommen; neue Verkehrswege, Fernbahnlinien und Kanäle entstanden. Zwischen 1801 und 1846 wuchs die Einwohnerzahl von 173.000 auf 400.000 Einwohner. Als ab 1900 die Automobilität zunahm, wurde die Brücke monatlich von etwa 11.000 Autos und anderen Fuhrwerken befahren und genügte dem rasant steigenden Verkehrsaufkommen nicht mehr. Unter großem Bedauern vieler Anwohner wurde daher die steinerne Brücke 1905 abgerissen und am 16. November 1907 eine neue Konstruktion eingeweiht. Die Brücke bestand jetzt aus einem eisernen Überbau sowie einer Fahrbahn aus Beton und Granitkopfsteinen mit einer Länge von 148 Metern und einer Breite von 22,5 Metern. Sie reichte nicht an die Ästhetik der Vorgängerin heran, und manche Zeitgenossen empfanden sie als „plump“ und „unschön”.4

Das Ende der Brücke als Bindeglied zwischen Potsdam und Berlin

Während des Zweiten Weltkriegs Krieges figurierte die Brücke als Filmkulisse für den UFA-Streifen „Unter den Brücken“, der 1944/45 gedreht wurde, aber erst 1950 seine Uraufführung erlebte.5 Der Krieg setzte der Bedeutung der Glienicker Brücke als Ausflugsziel und Bindeglied zwischen beiden Havelufern für Wochenendtouristen und Spaziergänger schließlich ein Ende. Die Potsdamer Innenstadt wurde am 14. April 1945 durch britische Bomber zerstört, dabei starben 4.000 Menschen. „Sofort nach der Entwarnung eilten wir auf die Glienicker Brücke, von wo aus wir die brennende Stadt in ihrem ganzen Umfang überblicken konnten“, erinnert sich eine Augenzeugin.6 Für die Verteidigung des Raumes Potsdam galten bis zum letzten Kriegstag noch so genannte „Durchhalte-Befehle“.

Am 24. April 1945 trafen die ersten Truppeneinheiten der Sowjetischen Armee in der Region ein und besetzten Babelsberg, die Autobahnauffahrt Drewitz und überquerten den Sacrow-Paretzer-Kanal sowie den Jungfernsee. Zwei Tage später war Potsdam eingenommen. Einige Truppen der Wehrmacht konnten sich in der Nacht des 30. April noch über die Brücke nach Berlin-Wannsee absetzen, aber dann war Schluss. Die Brücke wurde mit zwei Sprengsätzen zerstört. Soldaten der Wehrmacht hatten mit Flakgeschützen Stellung auf der Brücke bezogen und aus Vorkehrung Dynamitpatronen an die Brückenpfeiler befestigt. Diese wurden dann versehentlich im Endkampf durch sowjetischen Beschuss entzündet.7

„Brücke der Zwietracht“

Die Brücke war nun unbenutzbar; die Fahrbahn lag zum Teil im Wasser. Nachdem die Sowjetische Militäradministration (SMAD) nach der deutschen Kapitulation am 8. Mai 1945 ihre Arbeit aufgenommen hatte, bezeichnete die zerstörte Brücke nicht nur eine Trennlinie zwischen Potsdam und Berlin, sondern auch zwischen der sowjetisch besetzten Zone (dem Osten Deutschlands) und West-Berlin. Bis 1961 war es jedoch noch möglich, die Brücke in beide Richtungen zu überqueren, was auch für den kleinen Grenzverkehr, Warentausch, Schmuggel und (Schwarz-)Handel genutzt wurde. Deswegen verfügte die Landesregierung von Brandenburg bereits im Februar 1948 die Entsendung von Polizeikräften und Errichtung von Kontrollstellen an der Glienicker Brücke. Die SMAD ordnete auch eine „gründliche Überholung“ der Brücke an. Für die SMAD war es außerdem wichtig, eine „gründliche Überholung“ der Brücke anzuordnen, da die provisorische Holzkonstruktion für den Militärverkehr viel zu wacklig und unsicher war. Diese Arbeiten zur Wiederherstellung der Glienicker Brücke fielen jedoch bald dem sich anbahnenden Ost-West-Konflikt zum Opfer. Währungsreform und Einführung der DM am 20. Juni 1948 im Westen sowie die Blockade West-Berlins zwischen 23. Juni 1948 und 12. Mai 1949 beeinträchtigten die Finanzierung der beiden westdeutschen Firmen Siemens-Bauunion und Krupp-Druckenmüller, die von der Regierung des Landes Brandenburg mit dem Brückenbau beauftragt worden waren, erheblich. Krupp schied deswegen aus, nur Siemens machte weiter.8 Am 19. Dezember 1949 konnte die Brücke endlich eingeweiht werden. Sie erhielt den – im Hinblick auf die bereits erfolgte Spaltung Deutschlands in zwei Staaten recht zynischen – Namen „Brücke der Einheit“, der oben auf der Brücke angebracht wurde und von der Berliner Seite aus zu lesen war. Die West-Berliner reagierten in späteren Jahren damit, dass sie neben dem Schild mit dem bekannten Spruch „You are leaving the American Sector“ (usw.) ein kleineres Brett mit folgendem Text platzierten: „Glienicker Brücke. Die ihr den Namen ‚Brücke der Einheit‘ gaben, bauten auch die Mauer, zogen Stacheldraht, schufen Todesstreifen und verhindern so die Einheit.“ Bis 1985 trug die Brücke diesen Namen als Erinnerung, Mahnung und offene Narbe, 1985 entschied das SED-Regimes stillschweigend, die Beschilderung zu entfernen und die Grenzübergangsstelle (GÜST) fortan schlicht als „Glienicker Brücke“ zu bezeichnen.9

Die Brücke lag ab 1949 zur Hälfte auf dem Territorium der DDR und zur anderen Hälfte auf West-Berliner Gebiet. Anfänglich wurde die Brücke noch für den täglichen Arbeitsverkehr sowie zu Ausflügen genutzt. Als 1952/53 zum ersten Mal, dann wieder um 1960 die Versorgungslage in der DDR schlechter wurde, stieg die Zahl der Abwanderungen aus der DDR erheblich an. Nach der Unterzeichnung des Generalvertrags am 26. Mai 1952 und der daraus resultierenden Aufhebung des Besatzungsstatuts in der Bundesrepublik Deutschland wurden die Hoheitsrechte über den innerdeutschen Verkehr auf die deutschen Behörden übertragen. Danach kamen nur noch Fahrzeuge der alliierten Militärmissionen sowie westdeutsche Autos mit Sondergenehmigung durch. Während des Arbeiteraufstandes am 17. Juni 1953 wurde die Brücke ebenfalls kurzfristig gesperrt. Dennoch verließen zwischen dem 1. Januar und 31. August 1960 14.891 Personen den Bezirk Potsdam illegal, darunter 3.449 Arbeiter, 1.940 Angestellte, 133 Ingenieure, Techniker, Chemiker, 129 Lehrer, 56 Ärzte und 353 Handwerker.10 Ab 1961 wurde die Grenzübergangsstelle endgültig für den Personenverkehr gesperrt und die Grenzanlagen verstärkt. Zivilisten mussten seitdem den langen Weg über die Bahnhöfe Griebnitzsee bzw. Friedrichstraße nehmen. Nur eine Handvoll Bürger erhielt anfänglich noch eine Ausnahmegenehmigung: Eine Wissenschaftlerin aus Potsdam durfte nach wie vor zum Observatorium nach West-Berlin fahren, ihr männliches Gegenstück aus West-Berlin erhielt die Erlaubnis, täglich zur Sternwarte in Potsdam zu radeln. Denn die Glienicker Brücke gehörte nicht zu den von der DDR offiziell ausgewiesenen Grenzübergangsstellen. Die Brücke wurde aufgrund ihrer Sonderstellung als Grenzübergang für Diplomaten und Vertreter der Alliierten nicht nur von ostdeutschen Grenztruppen, sondern auch von sowjetischen Kontrollkräften bewacht. Durch diese Sowjetpräsenz und die Exterritorialität hatte die Brücke bereits früh einen speziellen Status und einen unnahbaren Nimbus in den Augen der Berliner Zeitgenossen.11

Bereits in den sechziger Jahren wurde die Brücke, in gewisser Hinsicht ähnlich wie die Empore vor dem Brandenburger Tor, Pilgerort für West-Berliner Bürger und ein weiteres Symbol der deutschen Teilung. Wenige Tage vor dem Mauerbau, am 10. August 1961, berichtete eine Hörfunk-Reportage über die Brücke: „Wir sind jetzt einmal zur Glienicker Brücke hinausgefahren. ‚Brücke der Einheit‘ hat die SED diesen Brückenbogen über die Unterhavel hinüber nach Potsdam zynisch und ironisch genannt. Denn in Wirklichkeit ist es natürlich keine Brücke der Einheit, sondern eine Brücke der Zwietracht. Eine Brücke, die auf beiden Seiten, auf der westlichen Seite wie auf der östlichen, durch einen rot-weiß gestrichenen Schlagbaum versperrt ist.“12 1965 wurde in aller Deutlichkeit das DDR-Emblem mit Hammer und Zirkel am Portalbogen über der Brücke aufgehängt.

Der damalige Regierende Bürgermeister West-Berlins und spätere Bundespräsident Richard von Weizsäcker erinnert sich in seinen Memoiren: „Unzählige Male hatte ich mich an einer Gepflogenheit beteiligt, die sich in West-Berlin herausgebildet hatte. Am Wochenende fuhr man die Potsdamer Chaussee in Richtung auf die Brücke, nur um quasi mit dem Kopf an die Barriere zu stoßen, dort, wo mitten auf der Brücke die Sperren und unerträglichen Wachen lauerten, die uns den seit der Jugend gewohnten Zugang nach Potsdam, meiner alten Garnisonsstadt, und in die Mark Brandenburg versperrten.“13

Im Zuge der internationalen Anerkennung der DDR und des Grundlagenvertrags zwischen beiden deutschen Staaten 1972 stieg der Reiseverkehr von und nach Berlin an. Die Brücke blieb jedoch eine heikle Stelle. Ende der siebziger Jahre forderte die DDR den Senat von West-Berlin auf, eine unumgänglich gewordene Grundinstandsetzung zu finanzieren, wobei nur ostdeutsche Firmen zum Zuge kommen sollten. Der West-Berliner Senat war dazu nur bereit, falls die Brücke als Grenzübergang für Bundesbürger geöffnet würde, was jedoch vom SED-Regime abgelehnt wurde. Folglich wurde nur die West-Berliner Brückenhälfte zwischen 1980 und 1982 für 2,75 Millionen DM renoviert, der DDR-Teil hingegen verfiel weiter. Als Reaktion sperrte das SED-Regime 1984 die Brücke mit der Begründung, nun ebenfalls Reparaturen vornehmen zu müssen. Nach fünf Tagen waren die Amerikaner und Russen, die von der Sperrung betroffen waren, sich einig: Die DDR sollte die Sperrung unverzüglich aufheben, dafür sollte der West-Berliner Senat die Renovierungskosten auf DDR-Seite übernehmen – machten sich doch vor allem westliche Vertreter die Fahrstrecke zunutze. Der Senat gab daraufhin klein bei.14

Drehscheibe des Spionagekrieges

Dienst zu schieben an der Glienicker Brücke war für Polizisten und Grenztruppen nicht sehr aufregend, weder im Osten noch im Westen. Im Westen boten Besuchergruppen im Sommer Abwechslung. Im Osten gab es nur sehr vereinzelt Fluchtversuche – aufgrund der Abgelegenheit der Brücke und der Schwierigkeit der Auffahrt für Personenverkehr sind die Versuche an einer Hand zu zählen. Todesopfer gab es dabei auch keine. Nur ganz selten war also etwas los. Der Übergang war in all den Jahren außerdem nur mit einem oder zwei Kontrolleuren besetzt.15 Ein- oder zweimal im Monat konnten die ostdeutschen Grenztruppen beobachten, wie eine Kompanie Amerikaner mit US-Flagge von der Kaserne bis zur Brückenmitte marschierte, dort einen Eid auf die Freiheit der Stadt Berlin ablegte und wieder abmarschierte. Auch schickte ein westdeutscher Polizist um 1986/87 einmal einen ferngesteuerten Minitatur-Leopard-Panzer von 70 Zentimetern Länge auf die Brücke und überfuhr leicht provokativ den Grenzstreifen. Die ostdeutschen Grenzkontrolleure guckten aufgeheitert zu, kamen alle heraus und lachten nur. Der Kalte Krieg war also längst nicht mehr so kalt.16 Nur einmal gab es einen tragischen Todesfall: Am 24. März 1985 tötete ein sowjetischer Wachposten, offensichtlich aus Versehen oder Nervosität, einen amerikanischen Offizier im Tarnanzug, Major Arthur Donald Nicholson, der für die amerikanische Militär-Verbindungsmission sowjetische Panzer auszuspionieren und zu fotografieren hatte und sich im Grenzbereich des Ostens aufhielt. Der Sarg mit Sternenbanner wurde über die Brücke nach West-Berlin überführt.17

Zweimal wurde die Brücke dafür benutzt, Sportflugzeuge, mit denen ostdeutsche Bürger nach Westen geflogen waren, wieder an die DDR-Behörden zurückzugeben. Der letzte und spektakulärste Fluchtversuch über die Glienicker Brücke fand am 11. März 1988 statt, als drei ostdeutsche junge Männer mit einem gestohlenen LKW für Gefahrentransport um 2 Uhr morgens mit hoher Geschwindigkeit auf die Grenzabsperrungen zufuhren. Der 7,5 Tonner walzte alle Absperrungen und das Gittertor nieder und blieb erst nach 200 Metern auf West-Berliner Gebiet stehen. Das verschrottete Fahrzeug wurde ordnungsgemäß vier Wochen später den DDR-Behörden wieder zurückgegeben.

Im kollektiven Gedächtnis steht die Brücke jedoch für die aufregendsten Geschichten des „Kalten Krieges“. So erscheint sie in dem Kinostreifen „Der Spion, der aus der Kälte kam“ gleich zu Beginn als beklemmende, nebelumwobene Kulisse für einen Schusswechsel zwischen Ost und West. Auch im französischen Kinofilm „Le Serpent“ (Die Schlange, 1972) nimmt die Brücke mythische Proportionen an. In nasskalter Witterung, bei Tagesanbruch, wird ein sowjetischer Topspion ausgetauscht. Bevor er die Brücke in Richtung Osten überquert, nimmt der Russe noch einen Zug aus seiner Zigarette und spricht die letzten Worte im Film: „Die werden mir fehlen.“

Tatsächlich hat die Brücke als symbolhafte Nahtstelle zwischen dem kommunistischen Osten und dem freien Westen jedoch nur dreimal als Schauplatz für einen Agentenaustausch gedient. Erstmals geschah dies am 10. Februar 1962. Anders als im Film bestimmten nicht Wachttürme, sondern Bäume und die Parklandschaft der Havel das Bild. Um 8.45 Uhr betraten von Westen her der sowjetische Spion Rudolf Abel, sein Rechtsanwalt sowie einige andere amerikanische Personen, darunter der Leiter der CIA-Dienststelle in West-Berlin, die Brücke. Abel war 1957 vom FBI enttarnt und zu einer 30-jährigen Zuchthausstrafe verurteilt worden. Abels Anwalt hatte mit Erfolg gegen das Verhängen der Todesstrafe plädiert, denn es gäbe die Möglichkeit, „dass in absehbarer Zeit ein Amerikaner gleichen Ranges von Sowjetrussland oder seinen Alliierten gefangen wird“, und dann wäre es interessant, „einen Gefangenenaustausch auf diplomatischem Wege in Betracht zu ziehen“.18 Am 1. Mai 1960 wurde der amerikanische Pilot Francis Gary Powers bei einer geheimen Luftaufklärungsmission mit einem U2-Flugzeug durch eine sowjetische Luftabwehrrakete zum Absturz gebracht und zu zehn Jahren Haft verurteilt. Zusammen mit einem Studenten, Frederic Pryor, der kurz nach dem Mauerbau unglücklicherweise bei Recherchen für seine Dissertation zum Thema Osthandel als Spion in Ost-Berlin verhaftet worden war, wurde Powers 1962 gegen Abel ausgetauscht.19 Der Austausch fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt; die Brücke war ohne weitere Vorankündigung am Morgen einfach geschlossen worden. Als erster überquerte Powers die weiße Markierungslinie auf der Brücke, die die beiden Machtblöcke voneinander trennte. Als auch der Student Pryor über die Grenzübergangsstelle Checkpoint Charlie freigelassen wurde und das O.K.-Zeichen aus Kreuzberg kam, durfte Abel den Grenzstrich in Richtung Osten passieren.

Erst Jahre später kehrte die Brücke ins Rampenlicht der Öffentlichkeit zurück. Der neue sowjetische Generalsekretär Michail Gorbatschow leitete ab 1985 eine Wende im „Kalten Krieg“ ein. Als Zeichen seiner Glaubwürdigkeit schlug er einen Agentenaustausch vor: Vier im Westen enttarnte „Kundschafter für den Frieden“, unter ihnen der 1983 in den USA verhaftete ostdeutsche Physiker Alfred Zehe, wurden am 11. Juni 1985 um 12 Uhr mittags gegen 25 westliche Agenten ausgetauscht.

Ursprünglich sollte auch der sowjetische Menschenrechtsaktivist Anatolij Schtscharanski Teil dieses Austausches sein. 1978 war er unter Verdacht der „antisowjetischen Agitation“ und des „Landesverrats in Form von Spionage“ zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Präsident Ronald Reagan erwirkte dann im Oktober 1985 während des Genfer Gipfeltreffens einen Deal mit Michail Gorbatschow. Die Amerikaner hatten das Schauspiel genau auf den Tag 24 Jahre nach dem ersten Agentenaustausch festgelegt. An einem eiskalten Wintermorgen, dem 11. Februar 1986, um 10.42 Uhr konnten Hunderte von Journalisten aus aller Welt das Spektakel beobachten. Eine Wagenkolonne fuhr aus Richtung Wannsee auf die Brücke. DDR-Rechtsanwalt Wolfgang Vogel, US-Botschafter Richard Burt sowie zwei Kleinbusse mit Agenten, die in die DDR entlassen werden sollten, waren dabei. Aus dem Osten kamen neben Schtscharanski noch zwei BND- bzw. CIA-Agenten, die in DDR-Gefängnissen gesessen hatten, sowie ein Tscheche, der 1978 in der Tschechoslowakei wegen Spionage verurteilt worden war. Die USA hatten die Glienicker Brücke vorgeschlagen, da sie im westlichen Teil, der zum amerikanischen Sektor gehörte, das Sagen hatten. Mit Pelzmütze schritt Schtscharanski lachend in die Freiheit, seiner Frau und der Weltöffentlichkeit entgegen. Um 11.31 Uhr war die Show vorbei.20 Damit wurde die Glienicker Brücke endgültig zum Mythos: Bereits im folgenden Jahr veröffentliche die englische Popband T’Pau den Song „Bridge of Spies“, der sich auf die Glienicker Brücke bezog.

Die Grenzöffnung an der Glienicker Brücke

Die Sonderstellung der Glienicker Brücke im deutsch-deutschen Verkehr ging einen Tag nach dem Mauerfall zu Ende. Am 9. November weigerten sich die DDR-Grenzer noch, die drängelnden Bürger durchzulassen. Einen Tag später erhielt der Leiter der Passkontrolleinheit der DDR an der Grenzübergangsstelle Glienicker Brücke, Major Klaus Pohl, die Weisung, den Grenzübergang um 18.00 Uhr „für die Abfertigung“ zu öffnen. Bisher hatten sich noch nicht viele Berliner an der Grenzübergangsstelle gemeldet, da die Glienicker Brücke bisher ausschließlich für den Diplomatenverkehr geöffnet war. Aber am Nachmittag des 10. Novembers hatten sich dann doch mehrere hundert Menschen angesammelt. Zwanzig Minuten vor der angegebenen Zeit fassten die Grenzer den Entschluss, die Brücke freizugeben. Ab jenem Moment zog die Brücke Reisende aus allen Winkeln der DDR an, die mit eigenen Augen die „legendäre Brücke“ erleben wollten. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln konnten alle gratis quer durch Berlin fahren.21

Nicht nur Ostdeutsche, auch West-Berliner und Westdeutsche unternahmen die Anstrengung, nach Glienicke zu fahren. Zwei Tage nach der Wiedereröffnung der Brücke meldeten sich der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker und der Regierende Bürgermeister von West-Berlin, Walter Momper, für eine Begehung der Brücke an. Major Pohl empfing die Gäste und führte sie über „sein“ Gelände. Er führte den Präsidenten durch die dichte Menschenmenge zum Grenzschild der DDR, wobei von Weizsäcker angeblich dreimal mit der Faust gegen das Schild schlug. Der Präsident fragte ihn, was er denn von der Grenzeröffnung hielt. Pohl antwortete: „Wir müssen erst einmal darüber nachdenken.“ Darauf erwiderte von Weizsäcker: „Wir aber auch.“22

Obwohl in den nächsten Tagen zusätzliche Grenzübergänge in Mahlow, Teltow, Drewitz, Staaken, Falkensee und Stolpe für den Raum südlich der Stadt geöffnet wurden, hielt der Druck auf die GÜST Glienicker Brücke weiter an. Oberstleutnant Hans-Dieter Behrendt, verantwortlich für die Passkontrollen im Bezirk Potsdam, musste beispielsweise am 15. November innerhalb von zwei Stunden 1.200 Fahrzeuge kontrollieren, und – so die Grenzersprache – „abfertigen“. Darunter befanden sich nicht nur harmlose Touristen; so wurde ein Ehepaar mit dreizehn „antiken“ Uhren im Wert von 25.000 Mark erwischt, die sie im Westen verkaufen wollten.23 Noch bis in die Frühlingsmonate des Jahres 1990 stand die Glienicker Brücke im Mittelpunkt ostdeutscher polizeilicher Aufgaben; Autos wurden kreuz und quer neben der Brücke geparkt und mussten abgeschleppt worden, der Reisestrom stockte und führte regelmäßig zu Staus, und durch die Verkehrsdichte auf den Einfahrtsstraßen zur Brücke wurden auch Fußgänger und Radfahrer gefährdet. Nach Öffnung der Grenzübergänge über Wasser passierten zusätzlich tausende Sportboote die Babelsberger Enge. Die Potsdamer „Weiße Flotte“ nahm den Linienverkehr nach Berlin wieder auf, und Fahrgastschiffe konnten ihre historischen Fahrten von Potsdam nach Wannsee nach 40 Jahre wieder beginnen.24

Am 18. Januar 1990 begannen die Kommandeure des Grenzregiments an der Glienicker Brücke mit dem Abbau der Grenzsicherungsanlagen. Am 31. August wurde die Auflösung der Grenztruppen der DDR vollzogen. Von da an wurde die Brücke nicht länger bewacht. Die Kontrollhäuschen wurden abgerissen, die Brücke nach der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 durchgreifend restauriert. 1990 erklärte die UNESCO die schöne Havellandschaft um die Glienicker Brücke zum Weltkulturerbe. Das Land Berlin stellte die Brücke 1992 unter Denkmalschutz. Eine Gedenktafel und ein Ausstellungsbrett erinnern an die bewegte Geschichte der Brücke als Nahtstelle zwischen Ost und West.25

Die Brücke und die Erinnerung

Wie steht es heute um die Glienicker Brücke als „Erinnerungsort“ im kollektiven historischen Gedächtnis? Obwohl die Brücke lediglich während der Blockade von Berlin 1948 und im Juni 1953 vorübergehend gesperrt war und dann wieder nach 1961, galt sie im westdeutschen Gedächtnis tatsächlich als Symbol der ostdeutschen, kommunistischen Abschottung und Verriegelung des Landes. Diese Sicht hallt noch nach auf der Gedenktafel, die nach der Wende an der Brücke errichtet wurde. Dort heißt es: „Die von 1904 bis 1907 errichtete Glienicker Brücke wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1949 als ‚Brücke der Einheit‘ wieder eröffnet. Die Machthaber der DDR, die ihr diesen Namen gaben, verhinderten jahrzehntelang die Einheit Deutschlands. Nach dem Mauerbau 1961 durfte die Brücke nur noch von alliierten Militärs und Diplomaten passiert werden. Durch die friedliche Revolution in der DDR ist die ‚Glienicker Brücke‘ seit dem 10. November 1989 wieder für jedermann offen.“

Wichtiger Bestandteil dieser Verurteilung des SED-Regimes in Hinblick auf dessen Umgang mit der Brücke war ohne Zweifel auch die Vorkriegserinnerung an die Brücke als Ausflugs- und Wanderziel durch die schöne preußische Havellandschaft. Die Brücke war das Tor zu den preußischen Residenzen, sie öffnete sowohl über Land als über Wasser den West-Berlinern den freien Zugang zum Hinterland. In der Empörung des damaligen Regierenden Bürgermeisters von Weizsäcker schwang dieser Vorwurf mit: Die DDR habe nicht nur ihre eigene Bürger eingesperrt und das Land geteilt, sie habe zusätzlich den West-Berlinern auch ihr Potsdamer Umland und die preußischen Kulturgüter genommen.

Im Westen galt die Brücke schlechthin gar nicht als Überbleibsel einer ruhmvollen preußischen (Landschafts-)Geschichte und Kultur, sondern ihr Bild und Nimbus waren maßgeblich von den drei Spionenaustauschaktionen bestimmt, wobei die verfilmte Geschichte und die Brücke als eisige, düstere Kulisse – die auch gar nicht wirklich, sondern als Bühnenstück nachgebaut worden war – sicherlich den wirklichen Verlauf der Geschehnisse überlagerten. Inwieweit die Brücke für die Ostdeutschen, oder für die (Sowjet-)Russen einen „lieu de mémoire“ darstellte, ist ohne weitere Erforschungen schwer zu beantworten.26 Zweifelsohne spielte die Brücke in den Erinnerungen an den Austausch vom KGB-Agenten Abel eine große Rolle. Abel wurde anschließend auch im Osten herumgereicht und seine Geschichte mehrfach in Seminaren für künftige „Kundschafter“ als Lehrstoff benutzt. Von daher mag die Brücke als „lieu de mémoire“ in der beidseitigen „Spionage-Erinnerungskultur“, sowohl innerhalb von KGB und MfS als auch in CIA-Kreisen fest verankert gewesen sein. In der Erinnerung an die DDR-Spionage bleibt die Brücke fest an Anwalt Wolfgang Vogel und dessen dunkle Geschäfte um Häftlingsfreikäufe verhaftet. In dieser Spionage-Politthrillernische lebte die Brücke als Mythos auch nach 1989 fort: 1997 präsentierte der Spiegel-Journalist Norbert Pötzl sein Buch Basar der Spione mitten auf der Brücke.27

Heutzutage weist nur der weiße Markierungsstreifen aus Phosphorfarbe noch vage auf diese Geschichte hin, zusätzlich unterstützt von Gedenktafeln. Die Brücke funktioniert jetzt wieder als normale Verkehrsader und Koordinationspunkt für Touristen und Ausflugsgäste. Als „lieu de mémoire“ der Mauergeschichte, an die in und um Berlin vielfach erinnert wird, ist die Brücke aufgrund der glücklichen Umstände, dass an ihr keine tödliche Fluchtopfer zu bedauern sind, weniger von Bedeutung, obwohl die Deutsche Post am 22. Januar 1998 immerhin eine Briefmarke mit dem Motiv der Brücke herausgab.


Fußnoten:


  1. Hans-Dieter Behrendt: Im Schatten der “Agentenbrücke”. Schkeuditz 2003. 

  2. Thomas Blees: Glienicker Brücke. Ausufernde Geschichten. Berlin 1998, S. 11-14. 

  3. Georg Schlewski: Vom Bassinplatz zur Glienicker Brücke. Potsdam 1920, S. 94; vgl. auch Blees (wie Anm. 2), S. 7. 

  4. Blees (wie Anm. 2), S. 36-48. 

  5. Unter den Brücken. Spielfilm 1944/45, Regie: Helmut Käutner, Produktion: UFA. 

  6. Gisela Heller: Potsdamer Geschichten. Berlin 1993, S. 154. 

  7. Behrendt (wie Anm. 1), S. 15-21; Blees (wie Anm. 2), S. 59. 

  8. Hans Dehnert: Die Wiederherstellung der Glienicker Brücke bei Potsdam. In: Bauplanung und Bautechnik 3 (1949), S. 375-384. 

  9. Behrendt (wie Anm 1), S. 29 f. 

  10. Ebd., S. 66 f. 

  11. Vgl. Maria Milde: Berlin Glienicker Brücke – Babelsberger Notizen. Berlin 1991; Ilse Nicolas: Vom Potsdamer Platz zur Glienicker Brücke. (Berlinische Reminiszenzen, Bd. 13). Berlin 1966. 

  12. Hans-Werner Kock: Hörfunk-Reportage zum Grenzverkehr über die Glienicker Brücke, 10. August 1961, SFB; vgl. Blees (wie Anm. 2), S. 70. 

  13. Richard von Weizsäcker: Vier Zeiten. Erinnerungen. Berlin 1997, S. 363 f., hier 364. 

  14. Vgl. auch den informative Dokumentarfilm “Operationsgebiet DDR – Endstation Glienicker Brücke.” Ein Film von Jürgen Ast und Martin Hübner. Produktion: MDR, Erstausstrahlung: 23. November 2004. 

  15. Behrendt (wie Anm. 1), S. 89. 

  16. Blees (wie Anm. 2), S. 90. 

  17. Behrendt (wie Anm. 1), S. 178-181. 

  18. James B. Donovan: Strangers on a Bridge. The Case of Colonel Abel. New York 1964, S. 253; Craig R. Whitney: Advocatus Diaboli. Wolfgang Vogel – Anwalt zwischen Ost und West. Berlin 1993, S. 50. 

  19. Daniel Kosthorst: „ ‚High noon‘ auf der Glienicker Brücke“. In: Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland/Zeitgeschichtliches Forum Leipzig (Hrsg.): Duell im Dunkel. Spionage im geteilten Deutschland. Köln, Weimar, Wien 2002, S. 41-50. 

  20. Kosthorst (wie Anm. 6), S. 48 f. 

  21. Behrendt (wie Anm. 1), S. 140; Blees (wie Anm. 2), S. 107-113. 

  22. Behrendt (wie Anm. 1), S. 143; vgl. dazu auch Walter Momper: Grenzfall. Berlin im Brennpunkt deutscher Geschichte. München 1991, S. 184 f.; Thomas Schmid: „Richard von Weizsäcker: ‚Sie drückten die Mauer von innen her ein.‘ “ In: Die Welt, 8. November 2009. 

  23. Neuer Weg (Halle), 21. November 1989; Behrendt (wie Anm. 1), S. 144 f. 

  24. Behrendt (wie Anm. 1), S. 188-197. 

  25. Blees (wie Anm. 2), S. 120. 

  26. Vgl. dafür zum Beispiel Heidi Diehl: ‘Die ‚neue‘ Glienicker Brücke wird am Sonntag 50 Jahre alt‘. In: Neues Deutschland. 18./19. Dezember 1999, S. 12. 

  27. Vgl. u. a. Norbert F. Pötzl: Basar der Spione. Die geheimen Missionen des DDR-Unterhändlers Wolfgang Vogel. Hamburg 1997.