Medjugorje

Textkasten
aus OWEP 4/2011  •  von Stefan Kube

St.-Jakobus-Kirche in Medjugorje (Foto: Renovabis-Archiv)

Medjugorje, bis zum Jahr 1981 ein unbekanntes Dorf in der westlichen Herzegowina, hat sich in den letzten dreißig Jahren zu einem Massenpilgerort von internationaler Berühmtheit entwickelt: Am 25. Juni 1981 berichteten sechs Kinder, ihnen sei in der Nähe des Ortes auf dem Crnica-Hügel die Jungfrau Maria erschienen und habe ihnen Botschaften aufgetragen. Die „Erscheinungen“ der Gospa, wie die Gottesmutter in kroatischer Sprache genannt wird, dauern bis heute an. Anfangs wurden die „Botschaften“ der Gottesmutter an die „Seherkinder“ fast täglich veröffentlicht; seit 1987 ergeht jeweils am 25. eines jeden Monats eine „Botschaft“ an die Öffentlichkeit. Bei diesen „Botschaften“ handelt es sich um relativ kurze Aussagen, in denen die Gospa zu Umkehr, tieferem Glauben, Gebet und Frömmigkeit aufruft. Die kirchliche Hierarchie hat zwar die „Erscheinungen“ bis heute nicht als „übernatürlich“ anerkannt, doch tat dies dem Besucherstrom keinen Abbruch; allein zum diesjährigen 30. Jahrestag der „Erscheinungen“ sollen 100.000 Pilger Medjugorje aufgesucht haben. Der Pilgertourismus hat auch zu einem wirtschaftlichen Aufblühen der ursprünglich sehr armen Region geführt.